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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Der Film wurde von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Auftrag gegeben und ist auch hier zu beziehen.

Eine autofocus Produktion

Berlin-Charlottenburg im November 2010: Der Schoa-Überlebende Rolf Joseph begrüßt Emine Elçi, Hanadi Mourad und Memduha Yağlı als Gäste in der Synagoge. Die Frauen leben mit ihren Familien in Berlin-Neukölln und Kreuzberg, begleiten andere Familien als „Stadtteilmütter“ und recherchieren zum Thema Nationalsozialismus. Rolf Joseph haben sie durch das Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“  kennen gelernt. Dann hat der 90-Jährige sie zum Besuch der Synagoge eingeladen.


Stadtteilmütter auf den Spuren des Nationalsozialismus

Es ist auch meine Geschichte

Die Filmemacherin Julia Oelkers hat die Protagonistinnen über mehrere Monate begleitet. Neben dem Besuch der Synagoge in Berlin-Charlottenburg, auch zum ehemaligen „Zigeunerlager“ in Berlin-Marzahn und zu einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg. Hier spricht die heute 89-jährige Margot Friedlander mit den Frauen darüber, wie ihre Mutter und ihr Bruder am 20. Januar 1943 von der Gestapo zum Transport in die Vernichtungslager abgeholt wurden. Der Film fragt Emine Elçi, Hanadi Mourad und Memduha Yagli aber auch nach ihren eigenen Geschichten von Flucht, Herkunft und Migration.


„Mit Migrantinnen, die in Berlin-Neukölln leben, werden in der deutschen Öffentlichkeit oft bildungsunwillige Musliminnen assoziiert, die altmodisch, unemanzipiert und tendenziell antisemitisch sind. Und die sich für Themen der deutschen Gesellschaft nicht interessieren. Mit all diesen Klischees räumt Julia Oelkers gerade mal dreißig Minuten langer Film auf. Gleichzeitig überrascht er mit einer Vielzahl von Erkenntnissen“. Silke Bartlick, Deutsche Welle


D 2011, 30 Minuten, XDCAM HD

Premiere: 7. April 2011 im Passage Kino in Berlin-Neukölln