Suche

Quetzalcoatl, Sandino und die Weltbank

BRD 1992, 57 min, deutsche Fassung, 19.90 €   IL033


Die Wahlniederlage der sandinistischen FSLN 1990 bedeutete für die große Mehrheit der NicaraguanerInnen einen unerwartet schmerzhaften Wandel ihrer Lebensverhältnisse. Die neue Regierung, ein Bündnis aus rund einem Dutzend Parteien, von orthodoxen Kommunisten bis zu VertreterInnen der Oligarchie aus Somozas Diktatur, unterwerfen das Land dem Diktat des IWF und der Weltbank.

Die Auswirkungen dieser neoliberalen Politik lassen nicht lange auf sich warten. 60% Arbeitslose verschärfen die soziale Lage dramatisch. Die Reprivatisierungen von Kooperativen, die Rückübertragung von Land an die ehemalige somozistische Elite, die Zerstörung des ehemals vorbildlichen Gesundheitssystems machen aus Nicaragua das Armenhaus Mittelamerikas. Mit einer jährlichen Zinslast von 300 Mio.$, das entspricht dem gesamten Exporterlös des Landes, sitzt das Land in der Schuldenfalle des kapitalistischen Nordens.-

Das Leben der klebstoffschnüffelnden Kinder vom Mercado Central in der Hauptstadt Managua veranschaulichen eindrucksvoll die Resultate dieser Politik. - Während die VerliererInnen des "freien Marktes" versuchen ihre Lage durch Selbstorganisation zu verbessern, tobt in der sandinistischen Partei ein lähmender Flügelkampf, der zur Spaltung der größten Opposition führt.


Produktion: Multimedia EVT Vacallo

Realisation: Dario Azzellini, Anne Loewisch, Harry Haener

 

zurück zu: Lateinamerika