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Ojalá

Guatemala, BRD 1992, 50 min, deutsche Originalfassung, auch spanische Fassung, 19.90 €   IL021


Eine Marimba spielt zum Tanz auf. Kinder improvisieren in wenigen Szenen die Geschichte ihrer Eltern: gemeinsame Landbestellung, den Aufmarsch der Armee, das Massaker und die Flucht nach Mexiko. Vor zehn Jahren flohen -zigtausende indianische Bäuerinnen und Bauern vor dem Völkermord der guatemaltekischen Armee ins benachbarte Mexiko. Nach Jahren zäher Verhandlungen mit der guatemaltekischen Regierung kehren Ende Januar 1993 die ersten tausend Flüchtlingsfamilien gemeinsam zurück.

Der Film zeigt Bilder vom Leben in den Lagern. Ein älteres Ehepaar erzählt seine Geschichte, untermalt mit kurzen verfremdeten Bildern der Flucht. Nach wie vor ist der Terror allgegenwärtig. Trotzdem wollen die Flüchtlinge zurück auf ihr Land. Mit weiß- und schwarzgesichtigen Masken, roten, schillernden Kostümen tanzen sie, die hölzernen Säbel schwingend, den "baile del torro", den Tanz des Stieres. "Hier ist es schwer unsere Kultur zu bewahren", murmelt einer der Tänzer unter der Maske hervor. "Besser wir kehren zurück und kämpfen für ein neues Guatemala, als hier zu leiden". Der Tanz geht weiter. "Ojalá" - immer wieder drücken die Flüchtlinge ihre Hoffnung auf eine sichere Rückkehr, auf Land und tiefgreifende Veränderungen in ihrer Heimat aus.


Produktion: autofocus videowerkstatt Berlin

Realisation: Thomas Walter, Uli Stelzner

 

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