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BRD - Chile, una relacion intima

BRD 1988, 55 min, span./dt. mit dt. VO, 19.90 €   IL001


Einen kurzen Sommer lang rückte das beinahe vergessene Chile 1987 wieder in den politischen Vordergrund. Der CDU-Politiker Blüm berichtete nach einer überstürzten Chile-Reise aufgewühlt von getretenen Menschenrechten. Die Asylanträge der ersten "offiziellen" Todeskandidaten - 14 KämpferInnen der MIR und der FPMR - gehen durch die bundesdeutschen Medien und werden von den Politikern auf die lange Bank geschoben. Es kommt zum Koalitionskonflikt zwischen CDU und FDP, weil man in der strategischen Frage, ob der Kommunismus in Chile mit oder lieber ohne Diktatur verhindert werden kann, uneins ist. Immerhin steht einiges auf dem Spiel; die BRD ist - neben den USA - Chiles zweitgrößter Handelspartner.


"Una relacion intima" schaut deutschen Politikern in den Kaffeesatz und US-Generälen in die Karten ihres Demokratiespiels. Dem gegenüber steht der chilenische Widerstand. In Chile, in Aktionen auf der Straße, in den Poblaciones, an den Universitäten. In Berlin und Hamburg führten wir u.a. Gespräche mit Carlos Lira, einem ehemaligen Gefängnisdirektor während der Amtszeit der Unidad popular, über seinen deutsch-chilenischen Folterer.


Produktion: autofocus Videowerkstatt e.V.

Realisation: autofocus Videowerkstatt e.V.

 

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