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Das zerbrochene Fenster

Spanien 2003, 27 min, Spanisch-Baskische OF mit Dt. UT, 19.90 €   RP011

Kommentiert durch den ehemaligen Richter am Madrider Landgericht, Joaquín Navarro Esteban, erzählen Betroffene, die unschuldig wegen «kale borroka» (Strassenkampfes) verhaftet worden waren, von der schrecklichen und verschwiegenen Realität im Baskenland: Der brutalen politischen Repression mitten in Europa, legitimiert durch Ausnahmegerichte, Ausnahmestrafrecht und einen Polizeiapparat der systematisch und straflos Menschenrechte verletzt.

Navarro zeigt aus der Perspektive des kritischen Juristen, dass die antidemokratischen und menschenrechtswidrigen Repressionsmaßnahmen des spanischen Polizei- und Justizapparates auf der „Theorie der zerbrochenen Fensterscheibe“ beruhen: Bestrafe den Verursacher der zerbrochenen Scheibe so hart wir möglich, andernfalls wird er später als Mörder enden.

Die erschütternde Analyse der Zustände im Baskenland offenbart die Negierung einer elementaren Rechtgrundlage jeder Demokratie: der Unschuldsvermutung. Baskinnen und Basken sind einer, von den Vereinten Nationen und Amnisty International scharf kritisierten, Anti-Terror-Politik ausgesetzt, in der jedes Mittel recht ist, um grösstmögliche Effizienz zu erreichen: Incommunicado-Haftbedingungen (bis zu fünf Tage in den Händen der Polizei ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt und ohne Rechtsbeistand), unter Folter erzwungene Geständnisse, die später vor Ausnahmegerichten als Beweismittel zugelassen werden und vieles mehr.

Im Film erzählen Aitor, Cesar und Mari Carmen, Zunbeltz und Josune von ihren krassen Erlebnissen in den Mühlen der Repression.

 

Weitere Informationen zum Thema Baskenland bei:

www.info-baskenland.de


Produktion: Escándalo Films

Realisation: Eñaut Tolosa, Hammudi al-Rahmoun

 

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