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Leyla Zana

BRD 1993, 32 min, deutsche Fassung, Sichtungs-DVD, 15.00 €   IAS010

Film über die Verfolgung und Kriminalisierung der kurdischen Abgeordneten Leyla Zana.
Die Menschen haben die Kurdin Leyla Zana gewählt, damit sie als Mitglied der demokratischen Volkspartei (HEP) die Rechte des kurdischen Volkes im türkischen Parlament vertritt. Deswegen ist sie dem türkischen Staat mißliebig. Obwohl das Parlament nur zu einem Viertel besetzt ist, spricht es Leyla Zana die Immunität als Abgeordnete ab, damit sie wegen "Separatismus" vor dem Staatssicherheitsgericht angeklagt werden kann. Für diesen Vorwurf droht ihr die Todesstrafe.

Auf die Parteizentrale der HEP-Partei werden Sprengstoffattentate verübt, ihr Archiv, Unterlagen und Materialien beschlagnahmt. Ihre Tochter kann nicht mehr zur Schule gehen, weil sie dort verprügelt wird. Doch Leyla Zana gibt ihren Kampf nicht auf.

Der NATO-Partner und EG-Anwärter Türkei tut sich mit dem Parlamentarismus schwer. Mit der Aufhebung der Immunität Leyla Zanas sowie weiterer kurdischer Abgeordneter hat das türkische Parlament sich selbst entmachtet, den Militärs das Feld überlassen und ihnen einen Putsch erspart: Demokratie auf Türkisch. Diesen Bericht recherchierte Michael Enger zusammen mit Peter Weymar kurz vor den türkischen Kommunalwahlen im März 1994. Im Herbst des gleichen Jahres wird Leyla Zana zu 15 Jahren Haft verurteilt.


Produktion: Michael Enger, Hamburg

Realisation: Michael Enger, Peter Weymar

 

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