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...was man so sein eigen nennt

BRD 1998, 70 min, deutsche Originalfassung, 19.90 €   H023

 

Der Mauergarten und andere Grenzfälle

Auf einem Zipfel im ehemaligen Grenzgebiet zwischen Ost- und West-Berlin, heute Kreuzberg und Mitte, liegt ein kleiner Gemüsegarten. Die Zuständigkeitswirren der Nach-Wende-Zeit haben dafür gesorgt, daß zwei türkische Familien ihr Gewohnheitsrecht, dort Zwiebeln, Kohl und Bohnen anzubauen, auch neun Jahre nach dem Mauerfall gegen alle Neuverortung des Eigentums behaupten konnten.

Eigentum ist die Basis von Macht und Anerkennung. Wer nichts besitzt, ist abhängig von denen, die besitzen, und diese Abhängigkeit läßt sich in bare Münze verwandeln. Im Alltag sind die Begriffe von mein und dein jedoch vieldeutiger. Sie bedeuten oft nur schlichte Zuordnung, den Anspruch auf exklusive Nutzung an einer Sache, aber auch das Bekenntnis zur Verantwortung dafür, die mitunter ziemlich lästig werden kann.


Der Film untersucht, was Menschen an Orten und in Zeiten, wo die Eigentumsverhältnisse neu geordnet werden, als ihr eigenes in Anspruch nehmen. Was gilt jenseits der gesetzlichen Normen als eigenes, wenn sich das Gefühl für Gerechtigkeit am Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen konstituiert?



Produktion: autofocus Videowerkstatt

Realisation: Imma Harms, Thomas Winkelkotte

 

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