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KZ Hersbruck

BRD 1992, 38 min, deutsche Originalfassung, 19.90 €   AF011

 

Wieviel Umgang braucht die Vergangenheit?

Als die Videomacher im Sommer 1992 auf dem Marktplatz von Hersbruck Einheimische befragten, was sie über das ehemalige Konzentrationslager am Stadtrand noch wissen, stießen sie auf ablehnende Reaktionen. Nur wenige waren bereit, ein Interview zu geben. Im Stadtbild erinnert heute nur ein kleiner Gedenkstein, 1983 von der DGB-Jugend gestiftet, an den Tod von über 4000 Häftlingen, die 1944 bis 45 hier ums Leben kamen. Von den Gebäuden des Konzentrationslagers blieb nur die SS-Kaserne erhalten. Heute ist dort das Finanzamt untergebracht. Das KZ Hersbruck war zwar Außenlager von Flossenbürg, mit insgesamt 10.000 Häftlingen war es aber das drittgrößte Konzentrationslager in Süddeutschland. Hier sollten die Häftlinge im Berg Houbirg eine bombensichere Fabrik zur Produktion von BMW Flugzeugmotoren bauen. Das Kriegsende verhinderte die Vollendung und Inbetriebnahme der kilometerlangen Rüstungsanlage. Die Aussagen der ehemaligen Häftlinge Alfred Nerlich und Bernd Engelmann bilden den roten Faden des Videos.

 


Produktion: Medienwerkstatt Franken, Medienladen e.V.

Realisation: Gerhard Faul, Stephan Muffat, Harald Oelschlegel, Winfried Schuhmann, Gerd Vanselow

 

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