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Zusammenprall der Zivilisationen

Spanien 2006, 35 min, deut. mit span. UT und franz. mit span. UT, 12.00 €   E034


Die Ereignisse in Melilla (Spanien) 2005

Seit ihrem Bestehen hat die Europäische Union ihre Außengrenzen Zug um Zug geschlossen. Seitdem versuchen Menschen aus dem Süden auf verschiedenen Wegen nach Europa einzureisen.

An der marokkanischen Mittelmeerküste liegen die Städte Ceuta und Melilla, die zu Spanien gehören. Diese Exklaven sind umgeben von hohen Zäunen. Es sind die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und Europa.

In den marokkanischen Wäldern rund um die eingegrenzte Stadt Melilla leben seit Jahren Migranten und Flüchtlinge aus den Ländern südlich der Sahara. Sie warten auf eine Gelegenheit die Zäune zu überwinden, in der Hoffnung, in Spanien Zuflucht oder eine Arbeit zu finden.

Auf Druck der europäischen Regierungen begannen marokkanische Soldaten im Jahr 2004 die Camps in den Wäldern zu zerstören. Sie machten Razzien mit vielen Verhaftungen und Deportationen, oft in die Wüstenregionen der Nachbarländer.

In die Enge getrieben versuchten von August bis Oktober 2005 Hunderte mit selbstgebauten Leitern die drei bis sechs Meter hohen Zäune zu überwinden.

Mindestens 14 Menschen kamen dabei durch Stürze oder getötet von Schüssen oder Schlägen der Grenzer ums Leben. Viele, die bereits spanischen Boden erreicht hatten, wurden ohne Anhörungverfahren illegal nach Marokko zurückgeschoben.

Die Kinderrechtsorganisation Prodein hat Misshandlungen und illegale Abschiebungen mit diesem Film dokumentiert.


Produktion: PRODEIN

Realisation: PRODEIN

 

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